
Gedanken zur Konfirmation
Die Konfirmation (lateinisch: confirmatio „Befestigung, Bestätigung) ist kein Sakrament im Gegensatz zur katholischen Firmung. Die Konfirmation ergänzt auch nicht das Sakrament der Taufe, sondern ist lediglich eine Bestätigung und Bekräftigung der eigenen Taufe durch die Jugendlichen selbst. Zuvor nehmen die Jugendlichen am kirchlichen Religionsunterricht und am Konfirmationsunterricht teil, wo ihnen die Grundlagen des evangelischen Glaubens und der christlichen Religion vermittelt werden sollen. So können sie nun im Konfirmationsakt bewusst
«JA»
zu ihrer Taufe sagen und sich dann auch mit ihrer Religionsmündigkeit über die Zugehörigkeit zu unserer Kirche entscheiden.
Letztendlich ist die Konfirmation aber der Abschluss vom Unterricht, analog dem Katechumenenunterricht der frühen Kirche, dem Vorbereitungsunterricht der Taufbewerber. Erstmals wurde die Konfirmation, die biblisch ja nicht begründet ist, 1536 in Strassburg durch den dortigen Reformator Martin Bucer gefeiert. So konnte die Kindertaufe beibehalten werden, die ja vor allem von den Täufern angegriffen wurde, und so eine persönliche Taufbestätigung durch den jugendlichen Erwachsenen vorsah. In früheren Jahrzehnten fand die Konfirmation in der Regel am Anfang der Karwoche am Palmsonntag statt bzw. auch am Karfreitag und war somit auch Voraussetzung für das Abendmahl. Heute dürfen auch schon Kinder am Abendmahl teilnehmen, und die Konfirmationsgottesdienste finden in unserer Landeskirche vom 4.Sonntag nach Ostern bis zum Sonntag nach Pfingsten (Trinitatis) statt.
Wir begrüssen es sehr, wenn jeweils möglichst viele Gemeindeglieder am Konfirmationsgottesdienst teilnehmen, um somit Vorbildfunktion für unsere jungen Kirchbürger zu sein.
